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Pforzheim 1945 – 17.000 Tote in 22 Minuten

18 Feb

23. Februar 1945! Wahrscheinlich ein Tag wie heute: blauer Himmel, die Sonne schien und Vögel zwitscherten. Doch 17.000 Menschen wurde dieser Tag zum Verhängnis. Der Plan, Deutschland zu demoralisieren, schlug in Pforzheim im wahrsten Sinne des Wortes, wie eine Bombe ein.  Zwar lärmten immer wieder die Sirenen und warnten vor „akuter Luftgefahr“, doch in den letzen Kriegsmonaten gehörte das schon fast zum Alltag. Immer tiefer drangen in diesen Tagen die Alliierte Bomberverbände in deutsches Gebiet ein.

Um 17.28 Uhr überfliegen 361 viermotorige Lancaster-Bomber die französische Küste bei Le Havre. Südlich von Paris dreht der Kampfverband nach Nordosten ab und erreicht zwischen Straßburg und Karlsruhe deutsches Gebiet. Die deutsche Flugabwehr wird durch Scheinangriffe auf Darmstadt, Frankfurt, Worms und Essen abgelenkt. Nachdem 7 Jagdbomer das Ziel mit Leuchtraketen markierten, brach 5 Minuten später die Hölle über Pforzheim ein. Ingesamt fallen innerhalb von 22 Minuten über 1400 Tonnen Brand- und Sprengbomben auf die Stadt nieder. 17.000 Menschen starben bei diesem Angriff.

Der 23. Februar 1945 ist in Pforzheim zum synonym für die Sinnlosigkeit des Krieges geworden. Anfang März ist Entschlafenen Gottesdienst. Lasst uns gemeinsam für die vielen Toden denken. Wie es in einem Liede heißt: „Was wird’s tun, wenn Sie nun, alle vor ihn treten und zusammen beten“.

Mehr Infos gibt es hier

 
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Verfasst von - 18. Februar 2013 in Fundstücke

 

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