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Suchet den Herrn – Bericht zum Jugendgottesdienst

12 Feb

Am 08.Februar 2015 versammelte sich die Jugend der Bezirke Bretten, Calw und Pforzheim das erste Mal in diesem Jahr zum gemeinsamen Gottesdienst. Hierfür machte sich unser Bischof Jörg Vester auf den Weg in die Gemeinde Pforzheim-Brötzingen.Die Sänger und Spieler trafen sich eine Stunde vor Gottesdienstbeginn zur gemeinsamen Probe.   Um 10:30 Uhr begann der Bischof den Gottesdienst mit dem Wort aus Jesaja 55,6:

Suchet den Herrn, solange er zu finden ist, rufet ihn an, solange er nahe ist.

Archivbild

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Zuerst ging er darauf ein, dass man gerade in der Jugend im Leben noch viel vor hat und vielleicht gerade die Hochzeit plant, oder einen Urlaub und erst einmal noch Geld verdienen möchte bevor der Herr wiederkommt. Doch es gilt sich bewusst zu machen, dass es bei Gott noch viel besser sein wird und wir seine Wiederkunft deshalb über alles stellen sollen. Man könnte auch meinen, in der langen Zeit der Ewigkeit würde es langweilig werden. Doch es wird dort immer etwas Neues geben und sicher keine Langeweile aufkommen. Hier ist unser Glaube gefordert. Der Bischof rief dazu auf, dass wir trotzdem Pläne fürs Irdische und auch Karriere machen sollen. Aber trotz alledem soll immer der Gedanke dabei sein, dass der Herr jederzeit kommen darf.

Auf das Bibelwort eingehend meinte er dann, dass wir vielleicht denken, wieso wir den Herrn suchen sollen, wir haben ihn doch längst gefunden. Doch damit sei etwas anderes gemeint, es geht um mehr. Gott soll Einfluss in unser Leben nehmen dürfen. Als Beispiele erwähnte er dann Judith und David, die als Werkzeuge Gottes ihre Fähigkeiten eingesetzt haben. Auch wir sollen ganz bewusst Gottes Hilfe suchen, dann gibt Gott uns Orientierung. Wir sollen Gott in unser Leben eingreifen lassen und ihn im Gebet suchen.

Außerdem können wir Gott suchen indem wir ihm unsere Dankbarkeit zeigen. Auch im Kleinen und in Alltagssituationen sollen wir immer wieder für seine Hilfe danken. Wenn wir zum Beispiel eine gute Note geschrieben haben, hat er uns vielleicht das richtige lernen lassen oder den Lehrer eine Aufgabe streichen oder nochmal abändern lassen. Natürlich haben wir gelernt und unsere Aufgaben getan, aber Gott hat geholfen.

Wenn wir Gott suchen gibt er Trost, Hilfe und Frieden!

Danach kam der Bischof auf den „ungläubigen“ Thomas zu sprechen, der es nicht sofort glauben konnte, dass Jesus auferstanden war und erst die Narben sehen musste um glauben zu können. Wenn wir einen Glaubenskampf haben, sollen wir nicht davon laufen, sondern mit den Zweifeln zu unseren Vorangängern kommen und in der Gemeinschaft bleiben. Wir werden nicht immer auf alles eine Antwort bekommen, aber wir können Gott bitten, dass er uns in unserem Unglauben und unseren Zweifeln hilft.

Gott ist mehr als Gottesdienst oder Gemeinschaft fuhr Evangelist Fuchs aus Calw fort. Wie stellen wir uns Gott vor? Bei einer Ämterversammung hatten sie kürzlich das Thema „Was ist ein guter Seelsorger?“ und jeder hatte darauf eine andere Antwort. Der Evangelist ist daraufhin zu dem Schluss gekommen, dass ein guter Seelsorger so ist wie man selbst die Seelsorge erleben will und so ist es auch bei Gott. Gott ist so wie wir ihn erleben wollen.

Wir suchen in unserem Leben immer wieder Ratgeber. Mit wem reden wir über unseren Glauben?

Auch bei den Jüngern war es so, sie haben Jesus immer erlebt in seinem Wirken und auch als Mensch, doch dann war er weg und sie konnten ihn nicht mehr so erleben wie sie es sich vorgestellt haben.Trotzdem begleitet uns Gott immer auf unserem Weg und steht uns bei, auch wenn es nicht so läuft wie wir es uns vorstellen. Deshalb sollen wir darum beten, dass wir Gott erleben können. Gott versteckt sich nicht,  er ist da und wenn wir ihn suchen erleben wir ihn. Wir können uns nicht alles vorstellen, in der Ewigkeit werden wir Dinge erleben, die wir jetzt noch gar nicht kennen und es kann jederzeit soweit sein.

Bischof Vester fasste dann den Gedanken der Seelsorge auf und zitierte den Katechismus in welchem steht, dass Seelsorge eine Aufgabe für jeden Einzelnen ist. Wir sollen also füreinander da sein und bei Problemen der anderen auch mal sagen „Ich bete für dich“.

Der Hirte Starklauf aus Bretten erwähnte in seinem Mitdienen, dass Jesus mit den Emmaus Jüngern gegangen ist, obwohl sie in die falsche Richtung gingen. So sollen auch wir manchmal ein Stück mit einem anderen gehen, auch wenn es mal in die falsche Richtung geht, auch um zu zeigen, dass man den anderen in seinen Problemen versteht.

Man soll die besondere Gabe, die Gott einem geschenkt hat erwecken und in seiner Gemeinde nutzen.

Zum Schluss gab uns der Bischof den Rat, dass wir auch wenn es uns gut geht den Herrn suchen sollen. Denn er will uns das ewige Leben schenken.

 
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Verfasst von - 12. Februar 2015 in Bretten, Calw, Gottesdienstberichte, Pforzheim 2015

 

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