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Jugendtag in Offenburg – Der Bericht

18 Jun

IMG_6823Es war ein strahlend schöner, sonniger Sommersonntag, an dem sich süddeutsche Jugendliche und ihre Seelsorger zum Jugendtag in Offenburg trafen. Strahlende, freudige Gesichter sah man allenthalben auf dem Offenburger Messegelände an diesem Sonntag, 16. Juni.

Die Baden-Arena war der Ort, an dem rund 4.700 junge Christen, Jugendleiter und Gemeindevorsteher miteinander Gottesdienst feierten; aber auch die Ortenau- und Oberrheinhalle wurden für den Jugendtag genutzt. Der Gottesdienst bildete den Zentralpunkt am Jugendtag. Er wurde von Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland, gehalten. In seiner Begleitung war Bezirksapostel Charles Ndandula aus Zambia, der auch die Gebietskirchen Zimbabwe und Malawi mit zusammen rund 1,5 Millionen Kirchenmitgliedern leitet. Von den süddeutschen Aposteln waren Herbert Bansbach (Apostelbereich Karlsruhe), Wolfgang Eckhardt (Apostelbereich Freiburg), Jürgen Loy (Apostelbereich Stuttgart) und Volker Kühnle (Apostelbereich Nürtingen) dabei.

Der Jugendtag stand unter dem Motto „Ein Glaube – ein Ziel“, das international für alle Veranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen unserer Kirche gilt. So wurde zugleich auch das Kirchenjubiläum begangen.

Der Predigt legte der Bezirksapostel das Bibelwort Kolosser 2, 6.7 zugrunde: „Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“ Zur weiteren Wortverkündigung rief er Bezirksapostel Ndandula und Apostel Volker Kühnle.

Der Bezirksapostel erinnerte zu Beginn daran, dass Stammapostel Wilhelm Leber – der seit Pfingsten dieses Jahres im Ruhestand ist – das Jubiläumsjahr der Kirche unter den Gedanken des Bekennens gestellt habe. Er freue sich, dass dies schon vielfach Widerhall auch im Jugendkreis gefunden habe, so der Bezirksapostel, und soweit die Jugendlichen es noch nicht geschafft hätten, den Herrn zu bekennen, sollten sie nun die Gelegenheiten wahrnehmen. Dazu gelte es, um entsprechende Chancen zu beten, sie zu sehen und dann zu nutzen. „Wenn wir uns zum Herrn bekennen und ein Zeugnis unseres Glaubens ablegen, sind wir keine Exoten“, meinte er und zitierte Aussagen von bekannten Fußballern  / Fußballtrainern, die er kürzlich in einer Fußballzeitung seines kleinen Sohnes entdeckt habe. So äußerten sich Lewis Holtby, Cacau, Gerald Asamoah und Jürgen Klopp öffentlich dazu, dass sie an Gott glauben. „Wenn uns der Herr etwas wert ist, können wir ein Zeugnis unseres Glaubens ablegen“, ermunterte der Bezirksapostel die jungen Christen. „Wir haben einen schönen, lichtvollen Glauben!“

Der Glaube eröffne Perspektiven im Leben und gebe Halt. Als Willensentscheidung hätten die meisten der Versammelten wohl bei der Konfirmation den Herrn angenommen, führte er weiter zum Bibelwort aus, und göttliche „Geschenke“ – Glaubenserfahrungen und Gebetserhörungen – würden helfen, diese Entscheidung festzumachen. „Jetzt, nach dem Annehmen des Herrn, kommt die Bewährung: entsprechend zu leben!“ Wenn man Jesus Christus angenommen habe, ändere sich auch das Leben. Beispielhaft nannte er Zachäus, der vom Herrn angesprochen worden sei und diesen auf- und angenommen habe. Dadurch habe sich das Leben des Zachäus verändert.

Der Bezirksapostel appellierte, sich mehr mit dem Evangelium zu beschäftigen und in der Bibel, insbesondere in den Evangelien, zu lesen und dies im Alltag umzusetzen. Wenn man ernsthaft bemüht sei, die Zehn Gebote bzw. ihre „Verdichtung“ – im Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe – ganz konsequent zu befolgen, diene dies der „Verwurzelung“ im Herrn und könne das Miteinander in bereichernder Weise gestalten. Auch den Ende 2012 erschienenen Katechismus erwähnte er: Die Beschäftigung mit den Glaubensinhalten „gründet und verwurzelt und festigt uns im Glauben“. Im Zusammenhang mit der „Verwurzelung“ im Herrn sprach der Bezirksapostel noch davon, wer bereit sei, in der Kirche Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen, könne viel Freude und Segen erleben. Es gebe da viele Möglichkeiten, im Chor, Orchester, Gemeinde- und Jugendkreis …

Bezirksapostel Ndandula griff in seiner Predigt den Gedanken auf, in Jesus Christus zu leben. Er zeigte an biblischen Beispielen, dass das Leben nach der Begegnung mit Gott anders verläuft als zuvor. Dazu nannte er u.a. Saulus, den späteren Apostel Paulus, und Mose, dessen Antlitz nach der Begegnung mit Gott glänzte (vgl. 2. Mose 34, 29f) – so möge auch bei den Glaubenden ersichtlich sein, wenn sie Begegnungen mit Gott gehabt hätten.

Zur „Verwurzelung“ führte er aus, bei Bäumen dienten die Wurzeln dazu, Nährstoffe aufzunehmen – „Nährstoffe“ aus Gott würden im Gottesdienst angeboten. Die Wurzeln gäben aber auch Halt, die Bäume blieben trotz starkem Wind dadurch stehen. So gebe die „Verwurzelung“ im Herrn, das Leben in Jesus Christus, den Glaubenden Halt im Leben, und auch bei Anfechtungen und in schwierigen Situationen könnten sie bestehen.

Apostel Kühnle versicherte der jungen Gemeinde, wenn sie das Leben in Jesus Christus gestalte, werde sie mit dessen Beistand dann letztlich auch den Siegespreis erringen. Jesus Christus anzunehmen und in ihm zu leben, bedeute keine „Zwangsbeglückung“; der Herr nehme einem auch keine Entscheidungen ab, aber die Entscheidung für ihn sei „die Wahl der Gnade“.

Der Apostel erzählte vom Sinneswandel eines jungen Mannes, der sich sehr ungut verhalten habe, so dass seine Eltern ihn fast gar aus dem Haus geworfen hätten. Ihre Vorhaltungen hätten nichts gefruchtet – hingegen habe die Liebe zu einer jungen Frau dies ganz einfach geschafft. Der Apostel bat, die Liebe Gottes zu erwidern und Jesus Christus anzunehmen und sich ihm ganz hinzugeben. „Dies ist für den Alltag wichtig und großartig für die Zukunft!“, was dann die unmittelbare Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus bedeute. Der Herr helfe den Glaubenden auf ihrem Weg dahin und umfange sie „von allen Seiten“.

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Verfasst von - 18. Juni 2013 in Durchsagen, Events, Gottesdienstberichte

 

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