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Jugendgottesdienst mit Bischof in Brötzingen

14 Feb

IMG_6906Am Sonntag den 10. Februar 2013 fand in der Gemeinde Pforzheim-Brötzingen ein Jugendgottesdienst durch unseren neuen Bischof Schnaufer statt. Zu diesem Gottesdinest waren auch die Jugend der Bezirke Bruchsal und Söllingen eingeladen. Als Texwort diente das Wort aus 1. Korinther 14, 12:

So auch Ihr: da Ihr Euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass Ihr die Gemeinde erbaut und alles reichlich habt.

Der Eingangsgedanken des Bischofs nach dem Beitrag des Jugendchores „Eine kleine Leuchte, gab mir Jesus in die Hand“ war, dass es IMG_6907immer etwas Besonderes ist, wenn sich Gott den Jugendlichen zuwendet, es ist eine besondere Gemeinschaft und er erfreut sich an der Helligkeit und Wärme die in diesem Kreis zu spüren ist. Er begrüßte die eingeladenen Gastbezirke mit dem Gedanken, dass wir heute eine überregionale Gemeinde sind und zum Thema Gemeinde kann man auch im Katechismus lesen, dass wir der Leib Christi sind. „Lasst uns wachsen in allen Stücken zum Leib Christi.“ Die Gemeinde also als einen Körper zu sehen, in dem jede und jeder ein Teil, ein Glied ist. Gemeinde bedeutet, dass Jesus mitten unter uns ist: „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…“. Der Bischof zitierte die Bibelstelle aus der Offenbarung, wo Johannes die sieben Leuchter sieht (die für die sieben Gemeinden stehen) und unter ihnen ist Jesus, der „Menschensohn“. Jesus steht also im Mittelpunkt der Gemeinde. Gemeinde bedeutet mehr als nur die Wortverkündung im Gottesdienst, denn es geht eben um die Gemeinschaft mit Jesus, besonders im Abendmahl, sowie um die Sündenvergebung. Nicht in jedem Gottesdienst beinhaltet die Predigt etwas grundlegend Neues, was wir noch nie gehört haben. Aber wenn Gott alle Dinge, die er zu uns sagt, nur einmal sagen würde, dann könnten wir sie wohl kaum verstehen und umsetzen. Häufig passt ein Wort nicht ganz zu unserer momentanen Situation und vielleicht hören wir 99 mal den Satz „Gott tröstet dich“ und wir können nichts damit anfangen, aber beim hundertsten Mal ist es ein Volltreffer, weil wir genau in der passenden Situation sind.

Zur Wahrnehmung der Gemeinde gibt es verschiedene Ansätze. Man kann die Gemeinde so verstehen, dass sie verschiedene Events bietet, wie zum Beispiel Gottesdienste, Jugendtreffen, Chorproben, Angebote für Senioren und Kinder, Gemeindefeste… Aber im Kern geht es um die Gemeinschaft mit Jesus! Anstatt sich zu fragen, was die Gemeinde MIR alles bietet, kann ich mich auch fragen: was kann ICH denn mit meinen Gaben in der Gemeinde bewirken? Mit jeder Gabe ist nämlich auch eine Aufgabe verbunden und die Gabe sollte zum Wohl und Nutzen aller eingesetzt werden, nicht nur um sich selbst zu verwirklichen.

IMG_6911Paulus schrieb vor 2000 Jahren von der Gemeinde als Leib Christi. Das ist an sich ein phänomenaler Vergleich, denn er drückt aus, dass die Gemeinde ein lebendiger Organismus ist. Ein Organismus betreibt ja auch Stoffwechsel, Dinge werden aufgenommen und abgegeben, ein Austausch findet statt. Die Glieder im Organismus haben verschiedene Aufgaben und beim menschlichen Körper ist es relativ leicht. Der Kopf steuert die übrigen Glieder, und in der Regel klappt das auch. In der Gemeinde Christi ist es so, dass z.B. die Bezirksapostel Entscheidungen treffen um die gebetet werden muss. Dazu können alle Mitglieder beitragen! „Lasst uns also gemeinsam um die richtigen Entscheidungen beten!“, bat der Bischof.

Bezirksevangelist Freier aus Bruchsal ging in seinem Dienen auf das Wort „erbauen“ ein. Um etwas zu erbauen muss an einer SacheIMG_6914 gearbeitet werden. Einen Appell an uns Jugendliche um in und um unsere Gemeinde zu arbeiten. Jeder von euch hat eine kleine Leuchte und trägt damit zur Helligkeit im ganzen Teil bei. In diesem Zusammenhang kam ein Gedanke vom letztjährigen Jugendtag auf, als unser zukünftiger Stammapostel Schneider der Jugend zurief „Du bist durch den lieben Gott in deine Gemeinde gesetzt worden, die dich braucht!“ Dabei soll die Liebe doch die „Triebfeder“ für unsere Mitarbeit sein.

IMG_6917_2Zur weiteren Wortverkündigung rief Bischof Schnaufer Bezirksevangelist Vester an den Altar. Dieser zitierte die Bibelstelle: „Wenn dich dein Arm ärgert, dann hau ihn ab, wenn dich dein Auge ärgert reiß es heraus.“ Damit zeigte er auf, dass wir alle einmal schwach sein können, dass der Kopf sich über den Fuß ärgern kann. Dass die Glieder, die den Leib bilden, sich manchmal gegenseitig oder aneinander reiben und ärgern können. Dann könnte man auch sagen: „der Arm juckt mich, den haue ich ab!“ Es geht uns doch aber darum bei der Wiederkunft Jesu mit Bruder und Schwester dabei zu sein. Also hauen wir störende Glieder nicht ab sondern salben wir sie und helfen ihnen, damit wir ein Körper sind der bereitet wird.

Bischof Schnaufer fügte noch den Gedanken an, dass wir doch wecken sollen, was in uns liegt! Wir haben vom lieben Gott mitbekommen was gebraucht wird. Streben wir nach den größeren Gaben. Er führte einen Gedanken eines Bezirksapostels an, der einmal sagte, lest das hohe Lied der Liebe einmal und ersetzt das Wort „die Liebe“ durch das Wort „ich“. „Ich bin langmütig und freundlich, ich eifere nicht….“. Das muss unser Ziel sein.

Wenn es Stress und Streit gibt in der Schule, im Geschäft, im Studium könnte man denken „macht euer Zeug doch alleine!“. Und wer von uns, war noch nicht an diesem Punkt? Doch auch hier kommt der Teamgedanke des letztjährigen süddeutschen Jugendtages auf,  „du bist nicht zufällig in deiner Gemeinde und wenn es etwas gibt will Gott sein Team an der Arbeit sehen!“

Vor dem Abendmahl zeichnete der Bischof noch das Bild, dass im Abendmahl Kräfte über Hölle, Tod und Grab liegen. Das Bußlied des Jugendchores „Herr, vor dem Gnadenthron beug ich mich hier“ unterstrich diesen besonderen Gottesdienst, den man mit den  Schlagworten, Gnade, Liebe und Gemeinschaft betiteln könnte.

 

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Verfasst von - 14. Februar 2013 in Gottesdienstberichte

 

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